Typisch Preußen

Der Start von nullsechs.tv verlief durchaus erfolgreich, die Resonanz ist positiv.
Dennoch, auch das ist wieder einmal ein Projekt, das zum Kopfschütteln anregt und zu einem „Typisch Preußen“ führt.
Vor gut einem Jahr hat eine kleine Gruppe dem Verein das Angebot unterbreitet, web-tv für die Preußen zu produzieren. Natürlich nicht umsonst, aber immerhin mit einem soliden Background Carsten Gockel und Co sind die Ansprechpartner auch nicht fremd, im Laufe der Zeit waren sie dem Verein an mehreren Stellen hilfreich und sehr willkommen.
Die Reaktion der Vereinsseite fiel dementsprechend sehr positiv aus, die bereits fertige Webseite wurde geprüft, alles lief toll, das Format kam an und wurde dann doch in eine Schublade zur Wiedervorlage verstaut.
*Update*
Uns liegen Informationen vor, dass die Zustimmung des Vereins sogar soweit ging, dass den Machern gestattet wurde, Sponsoren für ihr Projekt anzuheuern. Sollte die Finanzierung stehen, stünde dem Sendestart von Vereinsseite nichts mehr im Wege.
*Update Ende*

Die Überraschung der Macher dieses web-tvs kann sich jeder wohl sehr gut vorstellen, als vor wenigen Tagen der SCP mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit trat, zusammen mit einem anderen Anbieter ein Preußenmagazin für die Homepage auf die Beine zu stellen. Mit den bestens bekannten Erstanbietern wurde darüber nie gesprochen, Carsten Gockel geht gewohnt seinen Weg als Ansprechpartner, wenn es schwierig wird, er schickt andere vor und wählt selbst die Tauchstation.
Vorwerfen lassen muss sich die Gruppe, die vor einem Jahr das Projekt vorlegte, dass sie es sich nicht haben schützen lassen, dass sie Gockel und Co blind vertrauten. Naivität wird wie immer bestraft. Den Frust darüber, dass ihre Idee beinahe Punkt für Punkt von einem anderen Unternehmen umgesetzt wird, kann ich hingegen nachvollziehen.
Der Verein auf der anderen Seite darf natürlich auch frei entscheiden, wem er mit einem solchen Projekt beauftragt. Allerdings bleibt haften, dass sich der Club auch hier wieder einmal höchst dämlich angestellt hat und die handelnden Akteure besser als Laiendarsteller auf einer Provinzbühne agieren sollten. Für professionelle Arbeit reicht es einfach nicht.

-Grunt-